Behandlung mit Schienen
Die Schienen stellen wahrscheinlich den ältesten Versuch dar um durch Dupuytren gekrümmte Finger wieder gerade zu richten. Dabei waren der Phantasie oft keine Grenzen gesetzt. Eindeutige Erfolge konnten jedoch mit Schienen nie erzielt werden. Die Dupuytren Stränge sind dafür einfach viel zu fest.
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Blindes Durchschneiden von Dupuytrensträngen
Dabei werden gut tastbare Stränge mit einem kleinen Skalpell blind durchtrennt und der Finger wird danach gerade gebogen. Diese Methode ist wahrscheinlich schon von Dupuytren selbst angewandt worden. Sie hat sich jedoch nie durchsetzen können und blieb immer für besondere Situationen reserviert. Zum einen ist das Risiko von Nerven- und Gefässverletzungen sehr hoch. Zum anderen verbleibt das Dupuytrengewebe an Ort und Stelle und entwickelt meist rasch einen erneuten Streckausfall des Fingers.
Röntgen-Bestrahlung
Durch ich die Röntgenstrahlen soll das weitere Wachstum der Dupuytrenzellen verhindert oder zumindest verlangsamt werden. Deshalb sollte diese Behandlung möglichst früh erfolgen. Ihr Erfolg ist umstritten und erhebliche Nebenwirkungen sind möglich, da auch das gesunde umliegende Gewebe von den Röntgenstrahlen erreicht wird.
Blinde Perforation mit der Nadel
Dies ist eine moderne Variation der oben angeführten blinden Durchschneidung von Dupuytrensträngen. Durch viele Nadelstiche werden die Dupuytrenstränge aufgelockert und anschliessend wird der Finger passiv gestreckt. Bei sorgfältigem Vorgehen ist das Risiko von Nerven- und Gefässverletzungen wahrscheinlich geringer als beim blinden Durchschneiden. Aber auch hier bleibt das Dupuytrengewebe in der Hand zurück.
Medikamente, Cortison, Kollagenase
Bisher ist kein Medikament bekannt welches die Entwicklung von Dupuytrenverhärtungen verhindern oder stoppen könnte. Die Infiltration von Cortison hat sich als unwirksam erwiesen. Seit einiger Zeit wird an der Idee gearbeitet ein Enzym (Kollagenase) in die Dupuytrenverhärtungen zu infiltrieren und diese so aufzulösen. Diese Behandlung befindet sich im Moment immer noch im experimentellen Stadium und ist in der Schweiz bisher nicht zugelassen.





